III.3. Grammatik des Südelfischen
Durch den Ausfall der meisten auslautenden Vokale ging im Südelfischen die Flexion (mit Ausnahme der Verben) verloren. Die Beziehungen im Satz wurden daher durch die Wortstellung ausgedrückt. In grammatischer Hinsicht ist daher das Südelfische weniger konservativ als bei der Betonung.

III.3.1. Nomina
Im Unterschied zu den anderen elfischen Tochtersprachen des Eleiar wurde die Deklination im Südelfischen mit dem Ausfall der Auslautvokale aufgegeben. Einzig die Pluralendung -is blieb erhalten:


 Form des Eleiar Singular Plural
a siadd sídd síddis
a geora gér géris
ar indare inder inderis

Bei Worten auf -is (z.B.: némis, Geschenk) sind die Formen des Plural gleich denen des Singular.


Als Ausgleich für die Aufgabe der Deklination hat das Südelfische das Genuspartikel beibehalten und verwendet es als Artikel. Dabei gibt es wie im Eleiar die Anpassung des Artikels an den Anlaut des Substantivs: a sídd (das Volk); ar inder (der Jäger); o baedach (das Reh); on eardav (die Pflege). In Nominalphrasen tritt der Artikel vor die Konstruktion und richtet sich im Anlaut nach dem Folgewort; z.B.: ar árdyl sídd (das stolze Volk), o cylt aethis (die kluge Geliebte). Im Plural haben sich aus dem Genuspartikel mit der Anhängung der Pluralendung neue Formen entwickelt, bei denen wiederum die Änderung im Auslaut gilt; z.B.: ae síddis (die Völker); aes inderis (die Jäger); ú baedachis (die Rehe); ús aethis (die Geliebten).
Im Satz gilt generell die Wortstellung Subjekt - indirektes Objekt - direktes Objekt; z.B.: Nor slidin o siddas a némis (Ich gebe der Mutter das Geschenk).


Das Adjektiv hat die Steigerungsformen des Eleiar beibehalten:
Komparativ: thuryl : cethuryl (schnell : schneller); arcyl : cárcyl (sicher: sicherer)
Superlativ: thuryl : nothuryl (schnell : am schnellsten); arcyl : nárcyl (sicher : am sichersten).